Etwas  zur  Historie  von  Landau i. d. Pfalz

 


Die alte Festungsstadt ist nicht nur geographisch der Mittelpunkt der Südlichen Weinstrasse. Hier konzentriert sich das Angebot für alle Bereiche. Mit den 8 Stadtteilen, alle über 1200 Jahre alte Winzerdörfer, ist Landau die zweitgrößte Weinbau treibende Stadt Deutschlands.

 

 



Nach dem großen Stadtbrand von 1689 als Waffen- und Paradeplatz angelegt, 1794 Umbenennung in Place de l’Egalité, 1816 Paradeplatz, 1824 Max-Joseph-Platz, seit 1945 Rathausplatz. In der Mitte des Platzes Reiterstandbild von Prinzregent Luipold von Bayern (1892).
Rathausplatz

Zur Historie von Landau:

1648 wurde von den Vertretern des Kaisers und den Abgesandten Frankreichs der Friede von Münster ausgehandelt. Dabei wurden die zehn im Elsass gelegenen und in einem Bund vereinten deutschen Reichsstädte dem Schutz König Ludwigs XIV von Frankreich unterstellt. 1511 schon war die Reichsstadt Landau vom Kaiser in diesen Bund eingefügt worden.

In den Jahren von 1688 bis 1691 hat der genialste Festungsbaumeister der damaligen Zeit, Vauban, die Stadt an der Queich zu einer starken Eckbastion an Frankreichs östlicher Grenze ausgebaut. Durch das Ergebnis des deutsch-französischen Kriegs erfolgte 1870/71 die Aufhebung der Festungseigenschaft. Landau ist offene Stadt und hat zu dieser Zeit 6984 Einwohner, davon sind 835 Militärpersonen.

Von 1714 -1816 ist Landau französisch gewesen. Die Franzosen der großen Revolution hielten Landau für den Schlüssel Frankreichs.

 

     
Zeittafel zur Stadtgeschichte:
 




Das ehemalige Wohnhaus des königlichen Notars Heinrich Streccius, das er sich 1892 von dem Karlsruher Architekten Prof. Ludwig Levy planen ließ, ist ein Paradebeispiel für Privatarchitektur der Gründerzeit. Die nach einer gründlichen Sanierung hellen, lichtdurchfluteten Räume lassen so manches Künstlerherz höher schlagen: Ein ideales Ambiente für die Präsentation anspruchsvoller zeitgenössischer Kunst. Drei Ausstellungen pro Jahr organisiert die Stadt und dreimal ist der „Kunstverein Villa Streccius“ mit seinen Projekten zu Gast.
Villa Streccius

1268 Erste urkundliche Erwähnung der Stadt
1274 König Rudolf von Habsburg verleiht die Stadtrechte
1291 König Rudolf von Habsburg erhebt Landau in den Rang einer Reichsstadt
1324 Kaiser Ludwig, der Bayer, verpfändet die Reichsstadt, die sich bei der Kaiserwahl gegen ihn ausgesprochen hat, an den Bischof von Speyer.
1511 Kaiser Maximilian I. löst die Reichsstadt aus der Verpfändung und unterstellt sie der kaiserlichen Vogtei Hagenau.
1521 Durch Kaiser Karl V. wird Landau Mitglied im „Elsässischen Zehnstädtebund“
1621-1645 Die Stadt wechselt im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges siebenmal den Besitzer.
1680 Seitdem ständige französische Besatzung.
1688-1691 Ausbau zur Festung durch Festungsbaumeister Vauban
1789 Übergreifen der Französischen Revolution auf Landau.

 

  Die Namensgeschichte des Landauer Wagens:
 
 

Als der Prinzregent von Kaiser Joseph I. im spanischen Erbfolgekrieg zur Belagerung Landaus reiste, baute man ihm für die Reise von Wien nach Landau den ersten viersitzigen Wagen, dessen Dach hinten und vorne sich niederschlagen und in der Mitte teilen ließ, und der vom Reiseziel den Namen Landauer erhielt.

Im Landauer Kutschenkabinett kann der Wagen, sowie die Reise-Utensilien besichtigt werden.